MountainPilgrimage 2027

Inspiriert von den großen Pilgerfahrten mit ihren vielfältigen Facetten ist MountainPilgrimage der Versuch, diese zugleich spirituellen und sehr irdischen Unternehmungen als Bikepacking-Abenteuer erlebbar zu machen – auf eine jeweils eigene, individuell passende Art.

Wie schon bei MittelgebirgeClassique liegt der Fokus auf der Gestaltung einer anspruchsvollen und zugleich landschaftlich außergewöhnlich schönen Strecke.

Mit rund 5.000 Kilometern und 120.000 Höhenmetern ist MountainPilgrimage vermutlich die herausforderndste Bikepacking-Veranstaltung weltweit.

Diese (Pilger-)Fahrt führt von Wien über den gesamten Alpenbogen, das Zentralmassiv im Süden Frankreichs, die Pyrenäen sowie die Gebirge im Nordwesten Spaniens bis zum historischen Wallfahrtsziel Santiago de Compostela.

MountainPilgrimage ist sowohl ein Ultra-Langstrecken-Rennen mit Zeitnahme und Rangliste als auch ein Randonnée. Jede teilnehmende Person entscheidet selbst, wie sie MountainPilgrimage angehen und gestalten möchte. Daher wird es auch kein Zeitlimit geben.

Mehr über den Spirit von MountainPilgrimage erfährst du hier



Inspired by the great pilgrimages with their diverse facets, MountainPilgrimage is an attempt to make these simultaneously spiritual and very earthly undertakings tangible as a bikepacking adventure – in a unique, individually tailored way.

As with MittelgebirgeClassique, the focus is on creating a challenging yet exceptionally beautiful route.

With approximately 5,000 kilometers and 120,000 meters of elevation gain, MountainPilgrimage is arguably the most challenging bikepacking event in the world.

This (pilgrimage) journey leads from Vienna across the entire arc of the Alps, the Massif Central in southern France, the Pyrenees, and the mountains of northwestern Spain to the historic pilgrimage destination of Santiago de Compostela.

MountainPilgrimage is both an ultra-long-distance race with timing and rankings, and a randonnée. Each participant decides for themselves how they want to approach and shape MountainPilgrimage. Therefore, there will be no time limit.

Learn more about the spirit of MountainPilgrimage here

Blog

Menu des Cols – 12

Montvernier Eines der Highlights der französischen Alpen. Auf nur vier Kilometern Länge und 350 Höhenmetern bietet diese Perle sage und schreibe 18 Haarnadelkurven. Ein Muss für jeden Liebhaber kurvenreicher, gemächlicher und lohnender Fahrten.—One of the highlights of the French Alps. With a length of just four kilometers and an altitude difference of 350 metres, this …

Menu des Cols – 11

Große Scheidegg Die Große Scheidegg zählt nicht nur zu den schönsten Pässen der Schweiz, sondern ganz Europas. Allerdings muss man sich das einzigartige Erlebnis verdienen.—The Grosse Scheidegg is not only one of the most beautiful passes in Switzerland, but in all of Europe. However, you have to earn the unique experience.

Menu des Cols – 10

Furkapass / Grimselpass Die Schweizer Riesen Furka- und Grimselpass stehen auch auf dem Programm, selbstverständlich oder? 😉—The Swiss giants Furka and Grimsel passes are also on the agenda, of course, right? 😉

Route

Map preview

Das ist eine vorläufige Vorschau über die mögliche Routenführung, die endgültige Route wird für die angemeldeten Teilnehmern ca. 4 Wochen vor dem Start zum Download bereit stehen.

Wie bei MittelgebirgeClassique wird auch bei MountainPilgrimage die Route nahezu kopmplett über asphaltierte Straßen verlaufen.

Daher ist allein schon wegen der vielen Anstiege ein leichtes Rad mit entsprechend berggängiger Übersetzung zu empfehlen. Auch bei der weiteren Ausrüstung sollte sehr auf das Gewicht geachtet werden.


This is a preliminary preview of the possible route; the final route will be available for download to registered participants approximately four weeks before the start.

Like the MittelgebirgeClassique, the MountainPilgrimage route will be almost entirely on paved roads.

Therefore, due to the many climbs, a lightweight bike with appropriate gearing is recommended. Weight should also be considered when choosing other equipment.

Rules

  • Riders must complete the full course (provided GPX track) from start to finish.
  • Riders must be fully self-supported.
  • No drafting at any time.
  • Riders must follow the local laws at any time.
  • A rest time of 4 hours per day (en bloc) is mandatory.
  • All kind of human powered Bicycles allowed.

Spirit

MountainPilgrimage ist eine Bikepacking-Veranstaltung. Mit Sicherheit eine der anstrengendsten überhaupt. Es gibt eine Rangliste je nach Zielankunft. Aber entscheidend ist das Ankommen – oder gar das Unterwegssein: über Berge, durch Wind, Hitze, Sonne, durch lange Tage und kurze Nächte. Durch Herausforderungen und Krisen, die mich an und über meine Grenzen bringen. So führt mich diese Reise fast automatisch in die Weite.

So liegt in dieser Reise eine Einladung, den Weg auch als inneren Prozess zu erleben. Als eine Art Pilgern auf dem Fahrrad. Ohne Vorgabe. Ohne Erwartung. Als Möglichkeit.

Wie wir Ultraradfahrende vermutlich schon alle erlebt haben, rückt auf sehr langen Distanzen oft wie von selbst das Wesentliche in den Vordergrund. So sind wir wochenlang nur mit minimalistischem Gepäck unterwegs, wir treffen immer wieder einfache, aber ganz zentrale Entscheidungen („wo schlafe ich?“, „wann und was bekomme ich heute noch zu essen?“). Dieses einfache Leben erscheint den Meisten von uns nicht als Verzicht, sondern wie eine Erleichterung. Unser Blick fokussiert sich auf den Moment, wir leben im Hier und Jetzt. All die (all)täglichen Herausforderungen wie Wind, Regen, Hitze, Umwege, Müdigkeit und Höhenmeter gehören dazu und damit auch die Erfahrung, dass nicht alles planbar ist. Wer in solch schwierigen Momenten annimmt, was gerade ist, bleibt beweglicher und spart Kräfte, die sonst im Widerstand verloren gehen. Das immer wieder als Lernende zu üben ist für Viele von uns auch ein wesentliches Ziel von Bikepacking-Veranstaltungen. Für MountainPilgrimage gilt dies im Besonderen.

Hilfreich dafür sind die self-supported-Regeln inklusive der Vorgabe, sich im Vorfeld keine Unterkunft zu buchen. So entwickelt sich für die Teilnehmenden Vieles erst unterwegs: Pausen, Schlafplätze, Begegnungen, kleine Lösungen. Genau darin liegt für viele der Reiz: sich einzulassen auf das, was kommt und darauf zu vertrauen, dass sich der Tag Meter für Meter sortiert. Manchmal stellt sich dabei ein Rhythmus ein, der trägt: treten, atmen, schauen. Gedanken werden leiser, der Moment wird klarer, und es entsteht dieser Zustand, den viele als Flow kennen.

Und dann sind da die Grenzen. Diese Tour macht sie sichtbar – körperlich und mental. Das ist kein Scheitern, sondern Teil des Weges. Grenzen zu respektieren heißt, Signale zu hören, klug zu entscheiden, Pausen ernst zu nehmen und sich nicht zu überfordern. Gleichzeitig braucht es Offenheit: für Veränderungen, für unerwartete Abzweigungen, für neue Perspektiven. Selbstversorgt zu fahren bedeutet Verantwortung. Es bedeutet aber nicht, alles alleine machen zu müssen. Auch das kennen viele: dass ein kurzer Hinweis zum Weg, ein Wasserhahn, ein freundlicher Moment oder ein Stück gemeinsame Etappe unglaublich viel bedeuten kann. Hilfe annehmen zu dürfen und zu können gehört genauso dazu wie das Geben.

Viele Stunden wird es still sein. Natur, Weite und Wiederholung schaffen Raum für Erfahrungen und daraus dürfen Erkenntnisse erwachsen. Und ein großer Teil des Weges passiert allein. Auch das ist vielen vertraut: Alleinsein kann fordern, aber es kann auch klären, ordnen, frei machen. MountainPilgrimage lässt beides zu – die sportliche Leistung und die innere Reise, das Tempo und die Tiefe, den Fokus nach außen und den Blick nach innen. Jede und jeder findet den eigenen Zugang.

Angemeldete Teilnehmende erhalten zusammen mit den Unterlagen auch das Buch „Mein Weg – Meine Reise“ als Inspiration zur Vorbereitung und als Begleiter für unterwegs. Es ist als Geschenk gedacht, weil MountainPilgrimage mehr sein kann als eine sportliche Herausforderung: ein Weg, der auch innerlich bewegt. Der Autor und Achtsamkeitslehrer Marco Fraleoni, greift Haltungen auf, die auf langen Strecken oft ganz von selbst auftauchen – Achtsamkeit im Moment, Dankbarkeit für das Einfache, Freundlichkeit (auch sich selbst gegenüber), die Kraft der Natur und die Wirkung der Bewegung. Die Impulse sind nicht an eine Fortbewegungsart gebunden. Sie passen auf Reisen, Etappen und ebenso in den Alltag ganz unabhängig davon, ob man geht oder fährt. Wer mag, nutzt es vor dem Start zur Einstimmung oder unterwegs als Impulsgeber und Tagebuch.

Mehr zum Autor Marco Fraleoni: https://www.helden-im-jetzt.de

MountainPilgrimage is a bikepacking event. Certainly one of the most grueling of all. There’s a ranking based on finishing time. But what truly matters is the arrival—or even the journey itself: over mountains, through wind, heat, and sun, through long days and short nights. Through challenges and crises that push me to and beyond my limits. This journey almost automatically leads me into the vastness of space.

Thus, this trip offers an invitation to experience the journey as an inner process. As a kind of pilgrimage on a bicycle. Without a set plan. Without expectations. As a possibility.

As we ultra-cyclists have probably all experienced, on very long distances, the essentials often come to the forefront almost automatically. We travel for weeks with only minimal gear, constantly making simple but crucial decisions (“where will I sleep?”, “when and what will I get to eat today?”). This simple life doesn’t feel like deprivation to most of us, but rather like a relief. Our focus shifts to the moment; we live in the here and now. All the everyday challenges like wind, rain, heat, detours, fatigue, and elevation gain are part of the experience, along with the realization that not everything can be planned. Accepting what is in such difficult moments allows you to remain more adaptable and conserves energy that would otherwise be lost to resistance. Practicing this as a learner is a key goal of bikepacking events for many of us. This is especially true for MountainPilgrimage.

The self-supported rules, including the requirement not to book accommodation in advance, are helpful in this regard. This allows participants to develop many things along the way: breaks, places to sleep, encounters, and small solutions. For many, this is precisely the appeal: embracing what comes and trusting that the day will sort itself out meter by meter. Sometimes a rhythm emerges that sustains you: pedaling, breathing, observing. Thoughts quiet down, the moment becomes clearer, and that state arises which many know as flow.

And then there are the limits. This tour makes them visible – physically and mentally. That’s not failure, but part of the journey. Respecting limits means listening to signals, making wise decisions, taking breaks seriously, and not pushing yourself too hard. At the same time, it requires openness: to change, to unexpected detours, to new perspectives. Traveling self-sufficiently means responsibility. But it doesn’t mean having to do everything alone. Many also know that a quick tip about the route, a water tap, a friendly moment, or a shared stretch of the journey can mean so much. Being able to accept and receive help is just as important as giving.

Many hours will be silent. Nature, vastness, and repetition create space for experiences, and insights can emerge from them. And a large part of the journey is done alone. This, too, is familiar to many: being alone can be challenging, but it can also clarify, organize, and liberate. MountainPilgrimage allows for both – the physical achievement and the inner journey, the pace and the depth, the outward focus and the inward gaze. Everyone will find their own way.

Registered participants will receive the book “My Way – My Journey” along with their course materials, as inspiration for preparation and as a companion on the trail. It’s intended as a gift because MountainPilgrimage can be more than just a physical challenge: a journey that also stirs the soul. Author and mindfulness teacher Marco Fraleoni explores attitudes that often arise naturally on long treks – mindfulness in the moment, gratitude for simplicity, kindness (including towards oneself), the power of nature, and the impact of movement. These insights aren’t tied to any particular mode of transportation. They’re applicable to journeys, stages of a trip, and everyday life, regardless of whether you’re walking or cycling. Participants can use it before setting off to prepare or as a source of inspiration and a journal along the way.

More about author Marco Fraleoni: https://www.helden-im-jetzt.de